Erste Eindrücke - Lightroom Classic CC oder Lightroom 7 und Lightroom CC

Seit gestern, 18.10.2017 gibt offiziell eine neue Version von Lightroom und gleichzeitig auch einen größeren Versionssprung von Lightroom 6 auf 7. Jedoch ist dies nicht die offizielle Bezeichnung der neuen Desktop-Software, sondern Lightroom Classic CC. 

Lightroom CC

Der Name Lightroom CC trägt nun die neue, echte Cloud-Version der Applikation, die es nun für folgende Plattformen geben wird: 

  • Windows App (ganz neu)
  • iPhone App 
  • Android App
  • Web Version im Brower

Die 3 zuletzt genannten Versionen gab es bereits auch bisher schon und wurden scheinbar nur ein klein wenig aktualisiert und umbenannt um in das Lightroom CC Konzept zu passen.

Wirklich neu ist nur die Windows Version, die ihre Daten inkl. Katalog und Fotos nur noch in der Cloud lagert und anders aufgebaut ist als die bisherige Lightroom 6 Version. Einige Funktionen fehlen hier noch, jedoch sollen wohl mehr Features im Laufe der Zeit hinzugefügt werden. Z.B. können keine Bilder zusammengefügt werden (Panorama oder HDR). Dies bleibt aktuell der bisherigen Desktop-Version Lightroom Classic CC vorbehalten. 

Der Namenswechsel verwirrt etwas und wird sicherlich auch nicht viele Freunde finden. Es mag ein gewisses Kalkül hinter der Änderung stecken, aber zunächst ist sie nicht direkt nachvollziehbar warum man eine bekannt, vorhandene Software umbenennt und den Namen für eine neue Version missbraucht. Wir müssen uns wohl dran gewöhnen.

Zu der Versionsvielfalt wird noch Lightroom 6 als Standalone Version bereichert, die aktuell noch auf Amazon zu kaufen gibt, jedoch scheinbar nicht mehr auf der Adobe Webseite. 

 Hier siehst du gerade, wie ich mein neues Lightroom CC installiere. Bereits aktualisiert ist schon das Lightroom Classic CC. 

Hier siehst du gerade, wie ich mein neues Lightroom CC installiere. Bereits aktualisiert ist schon das Lightroom Classic CC. 

Die folgenden 2 Screenshots zeigen die Windows-Versionen von Lightroom Classic CC, das dem alten Lightroom CC bzw. Lightroom 6 entspricht und einmal vom neuen Lightroom CC. 

Oberfläche für die Bearbeitung in Lighroom Classic CC auf Windows

Der nächste Screenshot zeigt die vollkommen neue Windowsversion von Lightroom CC bei der eine andere Oberfläche und ein etwas anderes Konzept zu erkennen ist.

Oberfläche für die Bearbeitung Lightroom CC auf Windows

Lightroom Classic CC

Ich würde gerne zunächst ein wenig zur Lightroom Classic CC Version meine Eindrücke posten. Zur Lightroom CC Version kann ich bisher noch nicht viel sagen, da ich sie kaum testen konnte. 

Folgende Unterschiede konnte ich persönlich zu Lightroom 6 finden: 

  • Erstellung der Previews merklich schneller
  • Verarbeitung von Änderungen ist deutlich schneller
  • kein wirklich merklich schnellerer Start der Software inkl. des Ladens der Ordner auf der Festplatte 
  • bessere Auslastung der Merhkernprozessoren bei der Nutzung. 100% Auslastung statt häufig 50-70% Nutzung des Vorgängers. 
  • schnellerer Modulwechsel zwischen Bibliothek und Entwicklung
  • schnelleres weiterschalten zwischen Fotos
  • optisch keine Änderungen in der Oberfläche
  • mehr Leistungsoptionen im Einstellungsmenü
    • Vorschauen parallel erstellen (von mir empfohlen)
    • Einschalten des Bearbeiten mit Smart-Previews (von mir empfohlen)
  • neue Feinheiten beim Pinsel um ihn genauer anwenden zu können
  • es können jetzt beim Import die Preview-Dateien aus RAW-Dateien benutzt werden, statt das Lightroom selber welche generieren muss. 
  • Lightroom kann solche fehlenden Preview-Dateien dann erzeugen, wenn der Computer im Idle Modus ist (Option in den Einstellungen)

Wie ihr sehen könnt hat Adobe erst mal das gehalten was sie versprochen hatten und sich primär auf die Performance von Lightroom konzentriert. Für einen großen Versionssprung von 6 auf 7 hätte ich mir persönlich mehr gewünscht, allerdings verhindert das Abomodell und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Software genau solche großen Sprünge. Es sind dadurch eher viele kleine Sprünge, die über einen größeren Zeitraum verteilt werden. 

Änderungen Abomodell

Eine Änderung gab es durch die Versionsänderung eher im Abomodell. Dieses jetzt 3 verschiedene Optionen statt nur eine. 

  • Lightroom CC + 1000 GB an Cloudspeicher = 11,89€
  • Lightroom CC + Lightroom Classic CC + Photoshop + 20GB an Cloudspeicher = 11,89€ monatlich
  • Lightroom CC + Lightroom Classic CC + Photoshop + 1000 GB an Cloudspeicher = 23,79€ monatlich

Der Cloudspeicher ist für die neue Lightroom CC Version nötig, weil diese mit ihren Daten nur noch in der Cloud abgelegt werden kann. Man macht sich hier also auch sehr von Adobe abhängig!

Hier 2 Links um Adobe Lightroom 6 als Standalone noch zu kaufen oder direkt die Adobe Creative Cloud für 1 Jahr im Abo. 

 

Mein Fazit zum Update

Ich war diesen Monat recht erwartungsvoll, was die neue Version von Lightroom an neuen Features bringen würde. Gerade auch der Ansatz der Performancesteigerung von Adobe hat mir sehr gefallen und war längst überfällig. Allerdings habe ich auch mit anderen interessanten Features gerechnet und bin hier ein wenig enttäuscht worden. Das neue Lightroom CC ist keine Software, die ich erwartet oder vermisst hätte. Ggf. hat sie ihre Vorteile, aber ich sehe keinen Grund eine abgespeckte Version von Lightroom Classic CC auf meinem Rechner haben zu müssen, wenn ich mit dem großen Bruder einige Sachen mehr machen kann. Bisher kenne ich kein Feature welches ich nur mit der neuen Version erhalten würde. Die gleichzeitige Umbenennung bzw. Übernahme des Namens halte ich für nicht sinnvoll, weil es nur zu Verwirrung führen wird. Die Nutzer sind bereits jetzt mit den Unterschieden von der Standaloneversion Lightroom 6 und der alten Lighroom CC-Version überfordert gewesen. 

Die Änderungen im Abomodell kann ich nachvollziehen, aber sie bieten mir keine Veränderung oder Verbesserung. 

Vom neuen Lightroom CC fühle ich mich zunächst nicht angesprochen. 

Aus meiner Sicht nehme ich die gesteigerte Performance von Lightroom Classic CC gerne mit und werde wohl die anderen Änderung zunächst prüfen. Ich gehe jedoch nicht davon aus, dass sie meinen Workflow besonders beeinflussen werden. 

Wie findest du die Änderungen? Hast du das Update schon gemacht oder wartest du noch ab? Sag es mir in den Kommentaren. Ich bin gespannt!

 

Gruß

David

 

Kurse Bildbearbeitung mit Lightroom

 

Blogartikel zu Lightroom

Unterschiede zwischen Adobe Photoshop und Adobe Lightroom

Photoshop vs Lightroom.jpg
 

Immer wieder kommt diese Frage auf wo die Unterschiede zwischen den beiden Bildbearbeitungsprogrammen Adobe Lightroom und Adobe Photoshop liegen. Heute möchte ich diese Frage beantworten. Ich hoffe nach diesem Blogeintrag wisst ihr, wofür ihr das eine oder das andere Programm benutzen könnt. 

Eins vorweg: Für die meisten Fotografen ist Lightroom das absolut wichtigere Programm! Mit Photoshop könnt ihr jedoch extrem viel mehr aus einem Foto machen bzw. ganz neue Bilder und Grafiken schaffen. 

Aufgaben und Fähigkeiten von Lightroom: 

  • Bilddatenbank

    • Lightroom ist ein mächtiges Bildverwaltungstool. Mit Hilfe der Bibliothek könnt ihr hunderttausende von Fotos katalogisieren, bewerten und vor allem wiederfinden! Egal ob ihr nach einem Bild an einem bestimmten Datum sucht, von einer bestimmten Kamera, mit einem bestimmten Stichwort, einer bestimmen Kategorie, z.B. Feuerwerk oder Bilder einer Person(sogar Gesichtserkennung): Die Lightroom Bildverwaltung gibt euch mächtige Filter an die Hand um eure wichtigen Bilder wieder zu finden. Allein dieses Feature macht Lightroom für Profifotografen unbezahlbar. 
  • zerstörungsfreie Bildbearbeitung

    • Lightroom arbeitet ganz anders als andere Bildbearbeitungsprogramme: Jedes Bild wird beim Import in einer Datenbank abgespeichert und es wird ein Vorschaubild in einem eigenen Cache erzeugt. Das versetzt Lightroom in die Lage teilweise ohne die Originaldatei auszukommen. Viel wichtiger ist, dass die Originaldatei nie verändert wird. Alle Änderungen finden nur in der Datenbank von Lightroom statt und es zeigt diese Änderung anhand des generierten Vorschaubildes dem Benutzer an. Zu keinem Zeitpunkt wird die Originaldatei dabei beschrieben. Auf diese Weise könnt ihr keine wirklichen Fehler machen. Alle Vorgänge und Bearbeitungsschritte können rückgängig gemacht werden! Noch viel besser! Alle Bearbeitungsschritte können auch sofort auf andere Bilder übertragen werden. Egal ob 1 oder 1000 Bilder. Die Fähigkeit mehrere Bilder gleichzeitig und auch zerstörungsfrei zu bearbeiten hebt es starkt von Photoshop und anderen Bildbearbeitungsprogrammen ab!

  • Plugins

    • Lightroom kann mittels verschiedenster Plugins recht einfach erweitert werden. Diese Plugins können unterschiedlich mächtig sein. Von einfachen Exportools für verschiedene Webseiten bis zu weiteren Bildbearbeitungsmöglichkeiten. 
  • Lightroom mobile / Creative Cloud

    • Die Lightroom-Sammlungen lassen sich auch mittels Cloud auf dein Smartphone übertragen. So hat man mit der mobilen Version von Lightroom auf dem Handy ähnliche Möglichkeiten der Bildbearbeitung wie mit der Desktop-Version. Zusätzlich werden die ausgewählten Sammlungen inkl. verkleinerten Versionen der Bilder auch auf das Handy übertragen und können dort benutzt werden. Hierdurch braucht man selber keine Bilder mehr auf sein Handy zu übertragen. Man hat immer die aktuelle Version auf dem Handy. 
  • Googlekarten

    • Mittels der GPS-Koordinaten in einem Foto kann Lightroom eine Karte eurer Bilder erstellen und diese direkt im Programm darstellen. Falls ihr nicht mehr genau wisst wo euer Foto entstanden ist, könnt ihr hier direkt nachschauen. 

 

Aufgaben und Fähigkeiten von Photoshop: 

  • Bildbearbeitung mittels Ebenen 

    • Photoshop zeichnet sich durch das Überblenden von verschiedenen Ebenen aus. Auf diese Weise können viele verschiedene Hintergründe, Bildausschnitte, Schriften, Filter etc. ein ganz neues Bild ergeben. Das Ganze geschieht, wie auch bei Lightroom, zerstörungsfrei. Jedoch ändert Photoshop die Datei selber ab, legt jedoch meist Ebenen über die Originalebene, so dass diese immer wieder rekonstruierbar ist. Ob normales Foto mit leichten Anpassungen, extreme Retusche bis hin zum völligen verfremden des Models, Werbebanner, Fantasiebild/Composing, Zeichnung ohne jegliche Vorlage, die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Selbst gute Fotografen nutzen meist nur einen Bruchteil des Programms, weil es vor Spezialfunktionen nur so strotzt. 

  • Direkte Verbindung zu Behance 

    • Behance ist eine Community und Fotoverkaufsplattform. Photoshop lässt dich deine Arbeit direkt in diese Community hochladen. 

  • Creative Cloud

    • Mittels der Cloud kann man Photoshopdateien z.B. direkt teilen und im Browser darstellen lassen. Verschiedene Elemente können in der Cloud gespeichert werden um sie sogar auf verschiedenen Computer zu nutzen. 
  • 3D Bearbeitung

    • Photoshop ermöglicht nicht nur 2D Dateien zu bearbeiten sondern auch einfache 3D Modelle zu erstellen und zu bearbeiten.
  • Plugins

    • Auch Photoshop kann mittels Plugins im Funktionsumfang erweitert werden. Hier können z.B. Funktionen von Photoshop vereinfacht werden und andere Oberflächen bekommen, so dass man spezielle Schritte einfacher ausführen oder auch ganz neue Effekte erzeugen kann. 

 

Unterschiede zwischen den Programmen: 

Wie man aus der obigen Aufzählung herauslesen kann, ist Lightroom ganz klar das bessere Tool um eine größere Anzahl an Bildern zu verwalten, bewerten und etwas zu bearbeiten. Hierin machen Fotografen die meiste Arbeit. Je nach Arbeitsweise reicht Lightroom 100% für einen Fotografen aus. 

Erst wenn man an die Grenzen von Lightroom stößt ruft man Photoshop auf und findet, für ein einzelnes Bild, unendlichen Möglichkeiten vor dieses zu bearbeiten. Wenn man sich ausdenken kann, wie ein Bild aussehen soll und man die Bildelemente in verschiedenen Dateien vorliegen hat, dann kann man seine Fantasie in die Realität umsetzen. Sogar einfache 3D Modelle sind in Photoshop möglich. 

Um es ganz einfach auszudrücken: 

Lightroom = Viele Bilder verwalten und leicht bearbeiten

Photoshop = Einzelne Bilder so bearbeiten, wie man sie sich erträumt

 

Ich hoffe ich habe euch mit dieser Aufzählung einen gewissen Einblick geben können, wozu diese Programme gut sind und das sie zwar ähnlich sind, aber Beide ihre eigene Aufgabe haben. 

Gruß

David

Nächste Lightroom Kurs Termine

 

Weitere Blogartikel über Bildbearbeitung

Bildbearbeitung mit Lightroom am 15.4.2017 in Köln

Am 15.4.2017 ist es wieder soweit!

David zeigt dir, wie ihr das Beste aus Lightroom herausholt!

Von Import und Export deiner Bilder in die Bilderdatenbank, über die mächtige Bilderverwaltung bis hin zum zerstörungsfreien Bildbearbeitungstool ist alles dabei. 

Für Anfänger und Fortgeschrittene bietet dieser 4 1/2 stündige Kurs einen kompletten Überblick über dieses Standardtool der Fotografie. 
Mach mehr aus deinen Bildern und bring sie auf das nächste Level. 

Entdecke die unglaublich nützlichen Funktionen, die Profifotografen bereits seit Jahren nicht mehr missen wollen: 
- sichere Bildbearbeitung durch einen zerstörungsfreien Prozess innerhalb der Datenbank von Lightroom. Ihr könnt jeden Schritt rückgängig machen oder ganze Bearbeitungsschritte mit einem Klick ausführen. 
- automatischer Import und Export für alle Anwendungzwecke und Auflösungen, ob für den Druck oder für Facebook. 
- zeitsparen durch kopieren der Bildbearbeitung auf ein anderes Bild oder ganze Bildreihen
- komplette Übersicht über Bilder mit vielen Bewertungs und Verwaltungsmöglichkeiten
- nahtloser Übergang zur Bearbeitung eurer Bilder in Photoshop

Melde dich jetzt für diesen Kurs an und spar dir die Zeit jeden Button und Schalter mühevoll mittels ausprobieren oder Handbuch zu erlenen. 
Lasst deine Bilder sofort viel professioneller und besser aussehen, indem du einfache Grundlagen der Bildbearbeitung lernst. 

In unserem Shop kannst du diesen 4,5 Std. Kurs für nur 89€ sofort buchen. 

Wir freuen uns darauf, dich im Kurs begrüßen zu dürfen!
Julian und David

Hier ein Beispiel für eine Bildbearbeitung in Lightroom. Schaut es auch an, was mit Lightroom alles möglich ist!

Blaues Haus Perth
 

Nächste Kurs

 

Quicktipp Nr. 29: Lerne jeden Tag einen neuen Tastaturshortcut

Shortcuts sind Tasten oder Tastenkombinationen, die viel Zeit sparen können. Gerade in den beliebten Programmen von Adobe, Lightroom und Photoshop, hat der Hersteller für die gängigsten Tools eine Tastenkombination eingebaut. 

Es gibt bei Lightroom fast auf jeder Taste eine Aktion die man mit ihr ausführen kann. In Verbindung mit anderen Tasten ggf. noch mehr davon.

Das kann einen am Anfang sehr erschlagen und verwirren. Unserer Tipp ist: Lerne jeden Tag nur einen neuen Shortcut. Konzentriere dich an diesem Tag den Shortcut bewusst einzusetzen, wenn du deine Bilder editierst.

Mit jedem Tag werden wird es mehr Zeit werden, die du einsparst. Du wirst Lust bekommen alles nur noch per Shortcut anzusteuern und auch das letzte aus deinen Tools herausholen können.

Probiere es direkt mal aus!  

Hier findet ihr alle Shortcuts für Lightroom

Hier alle für Photoshop

 

Neuer Kurs in unsererm Programm: Lightroom

Nachdem wir die Frage nach einem Bildbearbeitungskurs bisher immer noch verneinen mussten, haben wir jetzt endlich die Zeit gefunden um Adobe Lightroom als Bildbearbeitungstool in unser Kursrepertoire aufzunehmen.

Ein Testkurs wurde bereits mit einigen ehemaligen Teilnehmern durchgeführt und die Kursteilnehmer waren mit den Kursinhalten sowie mit der Präsentationsform sehr zufrieden.

Aktuell suchen wir noch nach einem geeigneten Raum in dem wir den Kurs durchführen können. Falls ihr hier Vorschläge habt, könnt ihr euch gerne an uns per Mail wenden. Sobald der Raum gefunden wurde, können wir euch auch feste Termine für diesen Kurs anbieten.

Wir freuen uns jetzt schon sehr auf den Kurs und hoffen euch dort kennen zu lernen!

Julian und David

 

Fotos für Facebook optimieren

Heute antworten wir Euch auf die Fragen: Wie optimiere ich Fotos für Facebook.

Das größte Problem bei dieser Optimierung ist die Tatsache, dass Facebook eure Fotos nach dem Upload komprimiert. Hierdurch gehen wichtige Details in den Fotos verloren. Für den normalen User nicht so wichtig, für uns Fotografen jedoch umso mehr. Mit einigen Einstellungen und Tricks ist es möglich Facebook dazu zu zwingen das Foto nicht zu komprimieren. Leider funktioniert das nur auf Facebook-Seiten und nicht auf Profilen. 

Hier zeigen wir Euch wie ihr Eure Fotos optimiert:

Solltet Ihr eine Seite haben (kein privates Profil) gibt es hier den besten Weg Fotos zu veröffentlichen ohne an Qualität zu verlieren. Folgende Werte sollten dabei eingehalten werden:

1. Das Dateiformat muss JPEG sein

2. Die Auflösung des Fotos sollte eine Kantenlänge von 2048 Pixel haben. Dies könnt Ihr in Lightroom im Export-Dialog eingeben. Meine Einstellungen sind wie folgt: 

Qualität 90%, JPEG, sRGB, Lange Kante 2048 Pixel, Schärfen für Bildschirm, Metadaten behalten aber reduzieren. 

Optimale Bild Facebookeinstellungen

3. Benutzt einen richtigen Computer um eure Bilder hochzuladen. Leider werden Bilder meist durch die mobilen Apps trotzdem komprimiert. Das passiert euch nicht, wenn ihr von einem Computer aus hochladet. 

Falls ihr andere Bilder ausgeben möchtet, dann müsst ihr folgende Parameter berücksichtigen:

Normale Fotos:
2048 Pixel (lange Kante)

Titelbilder:
851 x 314 Pixel

Facebook Profilbild:
180 x 180 Pixel

Profilbild:
180 x 180 Pixel

Facebook Werbeanzeigen:
1200 x 444 Pixel

Facebook Veranstaltungsbild:
1920 x 1080 Pixel

Gruppenbild (Group Image)
450 x 150 Pixel
— https://www.facebook.com/help/266520536764594

Diese Parameter können bei der Bildgröße eingestellt werden :) 

Das war es schon, es ist also kein Hexenwerk ein Foto im richtigen Dateiformat und der korrekten Größe für Facebook abzuspeichern.

 
 

Die ersten Schritte nach dem Fotografieren

Da wir sehr oft gefragt werden welche Software für den PC / MAC hilfreich sind, möchten wir Euch heute einige Antworten darauf geben.

"Software" - Was genau verstehe wir darunter

Es gibt ganz unterschiedliche Software für den Fotografen. Am wichtigsten ist jedoch die Sichtung/Sortierung sowie die Nachbearbeitung am PC / MAC. Hierfür gibt es unzählige Programme und kleine Helferlein die einem Fotografen das Leben erleichtern sollen. Um Euch die Auswahl leichter zu machen, haben wir Euch die, aus unserer Sicht, Top 4 zusammengefasst.  

Top 5

  1. Adobe Lightroom / Photoshop
  2. Canon Digital Photo Professional / Image Browser EX
  3. Nikon View NX-i
  4. Sony Capture One for Sony

Adobe Lightroom / Photoshop

Diese beiden sind einfach ein Traumduo. Mit Lightroom kannst Du Deine komplette Sammlung an Fotos perfekt sortieren, benennen, mit Stichwörtern versehen und natürlich auch die RAW Dateien Eurer Kameras bearbeiten. Das Bearbeitungsmodul ist sehr mächtig und bietet jedem Fotografen unfassbar viele Möglichkeiten der Bildgestaltung. Eine umso wichtigere Eigenschaft ist die nahtlose Zusammenarbeit mit Photoshop. Photoshop ist das meistbenutzte Programm der Welt wenn es darum geht, das letzte aus einem Foto heraus zu holen.

Zusammen gibt es dieses Paket für 11,89 Euro (Stand 25.03.2016) im monatlichen Abo.

 

Canon Digital Photo Professional / Image Browser EX

Diese Software wird von Canon angeboten und ermöglicht dem Fotografen das Öffnen und Bearbeiten von RAW Dateien im Canon Format (cr2). Ein super Tool für den Anfang und simpel aufgebaut. Hier ein Auszug von der Canon Produktseite:

Digital Photo Professional (DPP) ist eine leistungsstarke Software für die Bildverarbeitung, Anzeige und Bearbeitung von RAW-Dateien für EOS Digitalkameras und PowerShot Modelle mit RAW-Unterstützung. DPP ermöglicht die grundlegende und erweiterte Bearbeitung und den Druck von RAW-Bildern. Beispiele der verfügbaren Bearbeitungsfunktionen sind Bilddrehung, Weißabgleich, Anpassung des dynamischen Bereichs, Farbanpassung und die Feineinstellung von Tonkurvenmerkmalen.

Diese Software ist super für den Anfang, ist aber bei weitem nicht so umfangreich wie Adobes Duo. 

 

Nikon View NX-i

Die Software von Nikon ist das Pardon zu Canons Variante. Hier kann der Fotograf nach dem er seine RAW Dateien (NEF bei Nikon) auf den Rechner kopiert hat,  die Fotos im Weißabgleich, Farbdynamik und weiteren Eigenschaften anpassen. Auch hier muss erwähnt werden, dass der Umfang nicht dem des Adobe Duos gleichkommt. 

Produktinfo von der Nikon Seite:

ViewNX-i

Mit ViewNX-i können Sie Bilder von Ihrer Nikon-Digitalkamera auf einen Computer übertragen und dort in vielfältiger Weise genießen und weiterverarbeiten. Wenngleich hauptsächlich als Bildbrowser und grundlegendes Bearbeitungswerkzeug konzipiert, lässt sich das Programm mit anderer Software zusammen benutzen, um den Spaß im Umgang mit Ihren Fotos zu steigern. ViewNX-i ermöglicht Kartendarstellungen auf Grundlage der eingebetteten Positionsdaten und kann mit sozialen Netzwerken und anderen Webdiensten benutzt werden. Für das kinderleichte Bearbeiten und Schneiden von Videofilmen ist der ViewNX-Movie Editor enthalten. Die neuesten Informationen über Updates und Systemanforderungen sind hier auf der Download-Seite der neuesten Version erhältlich.

• Capture NX-D

Mit der Bildbearbeitungssoftware Capture NX-D schöpfen Sie die Leistungsfähigkeit Ihrer Nikon-Digitalkamera und der Objektive voll aus und erzeugen Bilder von einer unübertroffenen Qualität, wie sie die Entwicklungsingenieure bei Nikon im Sinn hatten. Die Software bietet speziell für das Verarbeiten von RAW-Aufnahmen entwickelte Funktionen in Form von komfortabel und intuitiv anwendbaren Werkzeugen. Über das Entwickeln von RAW-Aufnahmen hinaus lassen sich damit auch JPEG- und TIFF-Bilder aus Nikon-Digitalkameras durch Verändern von Helligkeit, Kontrast, Tonwertkurven etc. optimieren. Die neuesten Informationen über Updates und Systemanforderungen sind hier auf der Download-Seite der neuesten Version erhältlich.
— http://downloadcenter.nikonimglib.com/de/download/sw/61.html

 

Sony Capture One for Sony

Die für Sony Kunden kostenfreie Software bietet einen ähnlichen Umfach bei der nachträglichen Bildbearbeitung. Die Software ist für Windows und Mac zu haben. Hier ein keiner Auszug der Sony Produktbeschreibung:

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist Capture One Pro die erste Wahl tausender professioneller und ambitionierter Fotografen weltweit. Sie verlassen sich auf Capture One Pro, um ultimative Bildqualität zu erzielen und das Potenzial jeder Aufnahme auszureizen.

Capture One Express 9 (for Sony) ist für alle unterstützten Sony Kameras kostenlos.
— https://www.phaseone.com/de-DE/Products/Software/Capture-One-for-Sony/Sony-Pro.aspx

 

Fazit 

Wer erst einmal ein bisschen Üben möchte, sollte zu den angebotenen Software Paketen der Kamerahersteller greifen. Diese bieten für den Anfang alle grundlegenden Anpassungsmöglichkeiten für Einsteiger und den ambitionierten Hobbyfotograf. 

Wer jedoch die nächsten Schritte gehen möchte und das Grundwissen sein eigen nennen kann, ist mit dem Duo von Adobe - Lightroom und Photoshop - gut beraten.