Tipps und Tricks um die Kölner Lichter zu fotografieren

Liebe Fotobegeisterte

das Feuerwerk der Kölner Lichter steht wieder an und ich möchte euch gerne meine Tipps und Tricks zum diesem tollen Motiv verraten. Diese Gelegenheit habt ihr immer nur einmal im Jahr und nicht jedes Jahr spielt das Wetter so gut mit! Lasst euch die Chance also nicht entgehen!

Allgemeine Tipps: 

  • Sucht euch rechtzeitig einen Platz!
  • Versucht mit eurem Stativ niemandem im Weg zu stehen.
  • Achtet darauf, dass euch niemand ins Bild laufen kann. 
  • Bildinhalt
    • Position
      • Was wollt ihr im Bild haben, was wollt ihr nicht im Bild haben? 
      • Wollt ihr nur das Feuerwerk drauf haben, oder auch einen Vordergrund?
      • Achtet auf den Vordergrund. Hier sollten keine Menschen zu dicht vor euch stehen. 
      • Schön ist es immer, wenn ein kölner Motiv auf eurem Bild zu erkennen ist, wie z.B. der Dom, die Kranhäuser oder andere Gebäude. 
    • Blickwinkel
      • Nehmt ein Weitwinkelobjektiv zwischen 15-30mm (Kleinbild) für ein Feuerwerk. um möglichst viel vom Feuerwerk mit auf dem Bild zu haben. 
      • Achtet darauf, dass ihr eure Kamera möglichst gerade ausrichtet
    • Feuerwerk selber
      • Normale Raketen explodieren in 50-100m über dem Boden je nach Flugbahn. Die Raketen eines professionellen Feuerwerks werden jedoch höher steigen. 
      • Der Rauch entsteht bei vielen Feuerwerkskörpern sehr schnell und verhindert ab dann eine klare Sicht auf die Umgebung
      • Die beste Fotos enstehen somit bei den ersten Raketen, weil hier noch keinen großen Rauchwolken über der Stadt liegen
      • Achtet ggf. noch auf den Wind, dieser kann den Rauch auf euch zu oder von euch weg wehen und den Effekt verstärken oder abmildern.

Technische Einstellungen für Feuerwerksfotografie: 

  • benutzt auf jeden Fall ein Stativ
  • Weitwinkel von ca. 16-50mm (Vollformat)
  • Lichtstärke des Objektivs ist nicht relevant
  • ISO 100-800 - den ISO-Wert solltet ihr dann von 100 erhöhen, wenn euer Bild zu dunkel ist
  • Blende 8 - hiermit lasst ihr noch genug Licht in die Kamera, aber habt auch genug Schärfe im Bild um alles erkennen zu können
  • Verschlusszeit 1-5 Sekunden. Hier müsst ihr entscheiden wie hell euer Bild sein soll und wie viele Raketen mit aufs Bild sollen. 
    • Je länger ihr belichtet, desto heller wird die Umgebung
    • Je länger ihr belichtet, desto mehr Raketen habt ihr drauf, aber ggf. ist dann keine einzelne Rakete erkennbar, sondern nur noch ein überbelichteter Bereich. Versucht dies zu vermeiden.
  • im besten Fall habt ihr einen Kabelauslöser und könnt das Feuerwerk genießen, ohne immer auf die Kamera drücken zu müssen. Hier könnt ihr auch probieren die Kamera im Bulb Modus zu betreiben. Das bedeutet, dass ihr den Auslöser so lange drückt, wie die Kamera auslösen soll. So könnt ihr spontaner auf Raketen und Ereignisse reagieren.
  • den Fokus müsst ihr manuell vorher einstellen! Die Kamera kann nicht während der kurzen Lichtblitze auf das Feuerwerk selber scharf stellen. 
    • falls ihr einen Vordergrund im Bild habt, müsst ihr darauf achten, dass dieser auch scharf ist
    • um den Fokus richtig zu setzen, geht in den Live-Modus eurer Kamera und fokussiert auf ein Gebäude oder Objekt in ca. 150m Entfernung
    • schaltet danach den Fokus auf manuell
  • schaltet den Bildstabilisator aus! Dieser kann das Bild ggf. künstlich unscharf machen.

Tipps rund um die Veranstaltung: 

  • Sucht euch rechtzeitig einen Platz! Ab 20 Uhr kommt ihr ggf. nicht mehr in den Rheinpark
  • Versucht mit eurem Stativ niemandem  im Weg zu stehen.
  • Achtet darauf, dass niemand euch ins Bild laufen kann. 
  • Der Rheinboulevard ist gesperrt! 
  • Die Hohenzollernbrücke ist gesperrt. 
  • Auf der Zoobrücke ist ein Sichtschutz aufgebaut um dort den Verkehr nicht zu beeinflussen. 
  • Das Ufer in Deutz direkt gegenüber dem Dom ist meist sehr überfüllt mit Personen. Hier habt ihr zwar eine tolle Aussicht, jedoch auch viele Leute um euch herum.
  • Je weiter ihr euch vom Feuerwerk weg bewegt umso mehr Platz werdet ihr wohl für eure Fotos haben. 

Alle folgenden Bilder wurden von mir mit den oben beschriebenen Einstellungen gemacht. 

Ich wünsche euch viel Erfolg bei euren Bildern!

David

Kölner Lichter 2016
Kölner Lichter 2016
Kölner Lichter 2016

Blitz über dem Kölner Dom während des Nachtfotografie Kurses

Beim letzten Nachtfotografie Kurs hatten wir die tolle Gelegenheit ein Gewitter aus der Ferne zu fotografieren!
Während ich meine Kamera auf Selbstauslöser gestellt hatte und dabei den Kursteilnehmern Hilfestellung gegeben habe, hat meine Kamera diesen Blitz eingefangen.

Bisher hatte ich erst einmal in den letzten 6 Jahren die Gelegenheit eine Gewitter aus der Ferne am Rheinufer zu fotografieren.

Die Daten des Bildes sind wie folgt: 

25 Sekunden Belichtung, Blende 8, ISO 100, 42mm Brennweite auf Vollformat

Warum diese Einstellungen? Kommt in meinen Kurs um eine ausführliche Erklärung noch viele mehr Tipps zu bekommen. 

Einen Blitz kann ich euch nicht versprechen, aber auch die normale Skyline von Köln ist immer wieder atemberaubend :) 

Gruß
David

Blitz
 

Symetrie in der Architekturfotografie nutzen

Menschen sind darauf gepolt Symetrie zu erkennen und belohnen deshalb solche Bilder mit Aufmerksamkeit und Neugier. Bestrafen diese jedoch auch, wenn sie einen Fehler in der Symetrie entdecken. 

Es kommt jedoch darauf an, dass die Symetrie perfekt getroffen wird. Schon wenige Grad Abweichung bei eurem Standort oder bei der Ausrichtung des Objektivs reichen um diesen Effekt zu verfehlen und dem Zuschauer ein gewissen "hier stimmt etwas nicht" Gedanken in den Kopf zu setzen. 
Daher werden ggf. eure ersten Versuche in diese Richtung auch nicht den gewünschten Zweck erzielen, wenn ihr hier nicht genau genug arbeitet!


Achtet daher also darauf, dass eure Bilder, wenn sie symetrisch aufgebaut sind, auch wirklich perfekt ausgerichtet sind. 

Die automatische Ausrichtung von Lightroom und der Entwicklungspunkt Transformieren, kann euch sehr bequem dabei helfen!

Im Beispiel sehr ihr das Haus am Ende des Stegs, das perfekt in der Mitte des Bildes angeordnet ist. 
Der Horizont liegt genau in der Mitte des Bildes, und die Sprossen des Stegs verlaufen alle parallel zum Horizont. 

Durch den Verlauf des Stegs wird der Zuschauer unweigerlich in das Bild hineingezogen und bleibt beim Hauptmotiv, dem blauen Haus hängen. 

Einzig die Fahne am Haus und ein letztes Stück Sonne, was den Steg in der Ferne erhellt, unterbrechen die Symetrie. Daher ist es auch kein absolut perfektes Beispiel, jedoch gibt es in der Realität leider selten Gelegenheiten für absolute Symetrie. 

Für mehr Tipps, besucht einfach unseren Blog auf www.fotografie-kurs.koeln!

Blaues Haus Perth